Montag, 29. Juni 2009

Nivea kommt mir nicht in Tüte!

Samstag hatten wir Werbung im Briefkasten. Und zwar eine Tüte. Mit nichts drin. Diese verwirrende Maßnahme (bzw. Deutschlands größte Mailingaktion) hat sich Nivea (bzw. die Agentur) ausgedacht. Mit ihr will Nivea sich bei ihren Kunden für deren Treue bedanken. An der Tüte klebt ein Coupon im Wert von 3 Euro, die man einlösen kann, wenn man drei (3!) Nivea-Produkte kauft.

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ServierBefüllvorschlag, kam aber leer an.

Wenn Beiersdorf sich so bedankt, möchte ich nicht wissen wie die belästigen. Eine Tüte. Mit nichts drin. In der Kammer stapeln sich die Einkaufstüten und -taschen, und es ist nicht so, dass ich dort eine kleine Lücke gelassen habe für die flotte blaue Tragetasche von Nivea. Und ich werde auch nicht wie vorgesehen mit dieser Tüte in den nächsten Budni spazieren, drei Nivea-Produkte kaufen und sie in eben dieser Tüte stolz wieder nach Hause tragen. Genausowenig wie ich meinen Coupon online einlösen werde, da gehen die drei Euro ja bestimmt schon für den Versand drauf.

Die Horizont zitiert den Deutschlandchef von Beiersdorf: "Wir haben ein Mailing entwickelt, das perfekt mit den drei Kernwerten der Marke Nivea - Vertrauen, Nähe zum Verbraucher und ein gutes Preis-Leistungsverhältnis - kombiniert."
Hallo? Wie passt zu diesen Werten den bitte eine Tüte mit nichts drin? Eine Tüte mit nichts drin ist viel penetranterer Müll als alle Prospekte in der einkauf aktuell-Hülle. Ein Glück hatte ich noch nie freundschaftliche Gefühle für Nivea, sonst wäre ich vielleicht traurig. So packe ich einfach ein paar andere Werbemailings in die Tüte und lege sie zum Altpapier.

Everything is leider new - Jack Penate für die Szene Hamburg

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Jack Peñate
Everything Is New
XL Recordings / Beggars Group / Indigo
VÖ: 26. Juni


-
Die heiße Sonne strahlt uns auf den Bauch. Wir stehen an einer Straße in Rio und wedeln mißmutig mit einem kleinen Fähnchen herum. „Everything is New“ steht drauf. Eigentlich wollten wir aber gar nichts Neues, zumindest nicht von Jack Peñate. Sein Debüt „Matinee“ hat uns nämlich gut gefallen. Es war ausgelassen und aufgekratzt. Es hat Traurige fröhlich und Fröhliche noch fröhlicher gemacht. Das wollten wir nochmal. Stattdessen präsentiert uns Jack Peñate sein neues Album wie einen lateinamerikanischen Karnevalsumzug: Samba statt Schrammelgitarre. Disco- statt Upbeats. Selbst mit Bläsern und Falsettgesang will er Stimmung machen. War es vielleicht falsch, einen Bombenstimmungsabklatsch von Matinee zu wollen? Hat sich Jack Peñate so unter Druck gesetzt gefühlt, dass die Samba sein letzten Ausweg war? Dann tuts mir von Herzen leid. Denn die besten Stücke von „Everything is New“ sind die melancholischsten „Every Glance“ und „Body Down“. Hätten wir Jack Peñate mal lieber freie Bahn mit seiner schlechten Laune gelassen. Dann hätten wir statt nur zweien wahrscheinlich neun gute Lieder auf dem Album uns müssten nicht mit ansehen, wie er mit einem weichen Partyhut und einer lahmen Tröte an uns vorbeizieht.

Verliebte Tätowierte gesucht!

Haha, lustig. Immer wieder benutzt die Werbung dieses lustige Bild: Man sieht ein tätowiertes Herz, und der Name, der in der Banderole steht ist durchgestrichen. Weil eben doch nichts für immer hält.

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Aber was ist mit den Paaren, die sich ihren Namen oder das gleiche Motiv haben stechen lassen und immer noch zusammen sind? Darüber möchte ich gern einen Artikel schreiben. Also, wenn ihr jemand seid, jemanden kennt oder jemanden kennt, der wen kennt, der eine Liebestätowierung hat und noch glücklich ist, schickt doch eine Mail an rike@infemme.com



ich danke recht herzlich!

Freitag, 19. Juni 2009

Deutschlands von mir ausgesuchtesten Bravo Otto-Gewinner

Wer hat sich noch nicht gewundert, dass Oli Geissen immer wieder eine neue Chartshow moderiert. Deutschlands spannendste Hits, bei deren Aufnahme im Studio ein Hund gepupst hat, Deutschlands beste Hits für die Strecke Wuppertal-Emden, RTL zaubert immer wieder eine neue Episode aus dem Hut. Da mach ich mit. Hier sind die von mir ausgesuchtesten Gewinner des Bravo Otto:

Hendrik Martz - der Kinder-James-Bond mit lichtem Haar
1985 und 1986, männlicher Schauspieler

Hendrik Martz war Patrik Pacard. Ein Kinderstar wie Patrick Bach, jedoch mit einem kleinen Unterschied: Patrick Bach sieht immer noch aus wie zwölf und wird vielleicht das neue Gesicht von Kinderschokolade. Hendrik Martz verlor schon recht früh einen Großteil seines Haupthaares und hat gerade eine 7/8-Rolle im Frischkäse-Werbespot ergattert: Damit man ihn für einen jungen Menschen hält, ist er immer nur bis da im Bild, wo er noch Haare auf dem Kopf hat.
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Die haarige Täuschung gibt es komplett auf der Almette-Seite.


Echt - die Schülerband mit gleich drei Verbindungen
1998 und 1999, Band

Angefangen haben die Jungs als Seven Up, und damit meine ich nicht die Pepsi-Sprite. Irgendwann waren sie dann Echt und landeten mit "Du trägst keine Liebe in dir" einen Superhit. Eigentlich waren sie die erste Boygroup und eigentlich waren sie auch gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass im selben Jahr Oli P. oder Christian Wunderlich für ihre "Musik" ausgezeichnet wurden. Naja, irgendwann hatten ihre Fans mit ihren Ausbildungen (z.B.Kinderkrankenschwester) oder mit dem Heavy Petting mit ihren Freunden zu viel zu tun und Echt wurden nicht mehr gebraucht. Danach sah ich einen von ihnen (evtl. Andreas Puffpaff) in der Hamburger Innenstadt an der Ampel und dachte, ich hätte mit ihm Abi gemacht. Während ich "Mensch, was machst DUUU den hier?" brüllte, bemerkte ich meinen Fehler und ging schnell weiter. Kim Frank begegnete mir einst des öfteren in einer Bar auf dem Hamburger Berg und war sehr, sagen wir, verstrahlt. Und Flo, der ehemalige Schlagzeuger, hat mir letzte Woche meinen Kinderwagen ins Haus getragen. Mein Liebling von Echt!
Und weil es so schön war, gibt es hier jetzt "weinst du".

Achtung Ekelstelle: wenn er ""Nasenspitze perlt" singt.

Bros - schwul in der Retrospektive
1988, Rock (!)

Bros sind in der Kategorie Rock ausgezeichnet worden. ROCK. Hallo? Das wäre ja so, als würde HP Baxxter bei Jugend musiziert gewinnen. Als ich das Video angeguckt habe, fiel mir 20 Jahre zu spät auf, wie schwul die aussehen (und dann, wie alt ich bin).




Samantha Fox - die Brust
1986, Sängerin

Anekdote: Ich an meinem U-Bahn-Kiosk.
Kiosk-Mann: Weiss Du, kenns du Millionen Dollar Frau? Du siehst aus wie die.
Ich so: Meinst du Farah Fawcett? Dann sag ich mal danke.
Er so: Jaja, Samantha Fox.
Inzwischen weiss ich auch, dass Farah Fawcett das gar nicht die Sieben Millionen Dollar Frau war. Aber ich war ja auch nicht Samantha Fox.



Die 3.Generation - AAAARRRRRGGGHHHHH!
1999, Hiphop

Dieses Trio habe ich mir für den Schluss aufgehoben. Die 3. Generation bestand aus zweien und einem, der coolerweise Darko hieß. Sie waren sozialkritisch und legten als erste Hiphopband der Welt großen Wert darauf, dass sich nichts reimt. Alle Drei wurden gecastet: Der harte Dicke rappt die aufrüttelnden Strophen, der blasse Nachdenkliche singt schmusend den Refrain und der softe Prolet brummt immer zwischendurch ein paar Hauptwörter. Ich wette, Cosma Shiva Hagen schämt sich für ihre Beziehung mit Darko mehr als für ihre Mutter.




Ich habe die Preisträger völlig willkürlich ausgesucht. Und das nächste Mal mache ich das vielleicht wegen Anspruch mit Grimme-Preisträgern.

Dienstag, 16. Juni 2009

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Lieber Wagner,

heute schreibst du an den Urlaub, weil du dich in denselbigen verabschiedest. Bis zum 2. Juli macht du Ferien in der Krise. Aber, werter Wagner, Ferien wovon? Vom Rotwein trinken? Vom Rauchen? Das wäre ein Traum. Dann hättest du im Juli deine Gesundheit zurück und evtl. auch deinen Verstand.
In echt bleibt natürlich alles beim Alten. Du bleibst verrückt und schreibst wirre Briefe mit sonderbaren Sätzen. Wie sowas: Deine Post kann schreien. Sie weckt schlafende Hunde. Die beissen nur oben.
Du wirst weiter "nachdenklich", "betroffen", "erbost", "traurig" und alles andere sein und über Dinge schreiben, die dich nicht betreffen. Zum Beispiel die Wirtschaftskrise. Die lässt du jetzt mal Wirtschaftskrise sein, schnappst dir deine Badehose und schwimmst bis zum 2. Juli im Mittelmeer. Nicht dass du vorher viel GLaubwürdigkeit besessen hättest, aber es war schön, ihr beim Baden gehen zuzugucken. Ich wette, sie hat sich beim Tauchen die Nase zugehalten.

Hinein ins kühle Nass,

inFemme

Montag, 15. Juni 2009

Wenn Reklame Verstecken spielt...

... und eine lange nicht gefunden wird, man ein Haus auf sie baut und sie wieder abreisst,passiert sowas.


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Auf Genie reimt sich nicht Wahnsinn.

Aber Banksy ein bisschen. Herr Stylespion hat das Video zur neuen Ausstellung in Bristol gezeigt, und das mache ich ihm nach. äffäff.

Freitag, 12. Juni 2009

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Lieber Wagner,

wenn ich an dich schreibe, dann meine ich auch dich. Ich spreche dich direkt an und kritisiere deine Briefe. Denn du schreibst in letzter Zeit immer häufiger Leute an, ohne sie direkt zu meinen. Heute zum Beispiel, da schreibst du AN Boris Becker, aber eigentlich ÜBER den Hofberichterstatter Nr.1 - Rolf Seelmann-Eggebert. Dieser berichtete zwar über die Hochzeit von Lady Di, aber für die Hochzeit von Boris war er nicht zu gewinnen. Das kann drei verschiedene Gründe haben:

1. Der Mann ist schon lange tot.
2. Er spricht zwar noch mit Tischbeinen, hält Menschen jedoch für Radiergummis, und hat gerade nichts mit Bleier geschrieben.
3. Er findet Boris Becker doof.

Du findest Boris Becker nicht doof. Du findest nur schade, dass er nicht mehr der Junge ist, der Wimbledon gewann. Aber die Zeiten ändern sich. Boris Becker zeugte Kinder in Besenkammern, war mit zickigen Klappspaten liiert und sieht inzwischen aus wie der unversehrte Nicki Lauda. Rolf Seemann-Eggebert hat den Goldenen Gong bekommen und ist inzwischen nicht gestorben oder dement, sondern ehremamtlich im Vorstand von UNICEF Deutschland.

Nur du, Wagner, machst immer noch dasselbe. Du schreibst wirre Briefe. An Boris über Rolf. An Angela. An Obama. An Obama. An Obama. An Wind. An Farben. Andere sagen, du bist die Stimme Deutschlands. Ich sage, du schreibst wirre Briefe (s.o. und jeden Tag in der Bild)

Herzlichst,

inFemme

Dienstag, 2. Juni 2009

Beth Ditto sieht das genau wie ich!!!

Na endlich. Katy Perry wird öffentlich kritisiert. Und zwar von keiner geringeren als Beth Ditto. Worum gehts? Unter anderem darum, dass Katy Perry mit gleichgeschlechtlichen Küssen kokettiert, aber nur, um Männer heiss zu machen. Ich habe das ja schon vor einiger Zeit in meiner Rezension fürs missy magazine geschrieben. Das ging so:

(...) Marketingkonzept aufgegangen: Man nehme sich eine Pastorentochter, die ausgezeichnet singen kann und lasse sie mit ein paar polarisierenden Ansagen loslegen. In ihrem Song „You‘re so gay“ disst sie deshalb politisch unkorrekt ihren Ex und im bereits erwähnten „I kissed a Girl“ beschreibt sie ihren ersten Kuss mit einem Mädchen, von dem die zuschauenden Jungen bestimmt alle eine Latte bekommen haben.

Beth Ditto findet das auch, kann Katy Perry aber im Gegensatz zu mir mit Fachjargon glänzen und das Lied eine “boner dyke anthem for straight girls who like to turn guys on by making out or, like, faking gay." nennen.

Endlich wird Katy Perry auch mal kritisiert und nicht nur dafür gefeiert, dass sie sich z.B. als spärlich bekleidetes Pik As verkleiden kann. Wenn ich sowas schreibe, regen sich höchstens ein paar Übergenaue mit langer Leitung auf, aber wenn Beth Ditto höchstpersönlich ihren Senf dazu gibt, dann hört auch Katy Perry davon. Hoffentlich hat das ein Nachspiel.

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Boner Dyke Katy Perry als transsexuelle Erdbeere.

Donnerstag, 28. Mai 2009

...

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Lieber Wagner,

heute schreibst du in deinem Brief an Mario Gomez über Mario Gomez. Zumindest ungefähr. Denn eigentlich möchtest du nicht über Mario Gomez schreiben, weil du mit Handwerkern ins Gespräch kommen willst. Das ist verwirrend. Und das bleibt es auch, obwohl du erklärst, warum:

Gomez geht für 30 Millionen zu den Bayern. Du hast ausgerechnet, dass sein Vater, Inhaber eines Malerbetriebes, dafür 200 Jahre Wohnungen anstreichen müsste. Das scheinst du irgendwie ungerecht zu finden, weshalb du eine Lobeshymne auf Handwerker schwingst. Dann fällt dir auf: der Klempner kann nicht beidfüßig schießen. Und obwohl er Glück in die Wohnung bringt, wenn er ein Klo repariert, bringt Gomes das Glück nach überall, weil alle Tooooor rufen. Du stellst fest: Es war Gomez, es war nicht der Maler, nicht der Elektriker, nicht der Klempner.

Ich kann nur sagen: Ja. Alle sind verschieden. Gomez ist nicht sein Vater. Sein Vater ist nicht der Klempner. Mein Zahnarzt ist nicht der Briefträger. Mein Glück ist nicht im Tooooor!!!!

Herzlichst,

inFemme

Mittwoch, 27. Mai 2009

Loriot hat bei der Post geklaut (oder umgekehrt)

Wie man einen Wertbeutel von einem Wertsack unterscheidet, und warum ein versackter Beutel kein verbeutelter Sack ist, oder so ähnlich, wird, wenn du hier klickst, auf unfassbare Weise erklärt.

Diese offizielle Verlautbarung der Deutschen Post ist zwar ein alter Hut, aber wurde mit zunehmendem Alter nicht weniger lustig. Den gesamten Text zum Lesen gibt es übrigens hier.

via

Zuletzt unterstellt:

Nivea kommt mir nicht...
Samstag hatten wir Werbung im Briefkasten. Und zwar...
inFemme - 29. Jun, 22:24

WERBUNG IN EIGENER SACHE:

Gut aufgelegt:

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Status

Online seit 976 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 29. Jun, 22:26

Schaurige Gewissheit.

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