Dermatologin der Herzen.
Ich bin Fan. Aber nicht vom FC St. Pauli. Da gehe ich fast nur hin, um Bier zu trinken und Leute zu gucken. Leute wie mich nennt mein Freund übrigens verächtlich Modefans. Und da ich mich weder nachträglich in die Vereinsgeschichte schreiben kann noch gesteigertes Interesse daran habe, alles über Fußball zu lernen, habe ich mich entschieden, Fan von etwas anderem zu werden. Es mag Ihnen jetzt komisch erscheinen, aber ich bin Fan von meiner Hautärztin. Um das vorweg zu nehmen, ich trage keine Schals von ihr, ich gröhle auch keine Schlachtrufe wie „Steh auf, wenn du schlimm Akne hast“ oder so. Mein Fansein kommt mehr aus dem Herzen. Und gerade das macht mich zum echten Fan. Finde ich.
Der Grund, warum ich Fan dieser Ärztin bin, ist sehr einfach. Sie ist einer der direktesten Menschen, die ich kenne. Als mich vor einigen Jahren spätpubertäre Akne plagte, verschrieb sie mir ohne lange zu fackeln ein Medikament, das meine Haut einmal komplett auf links zog. Danach waren die Pickel weg. Das allein ist ja schon toll. Noch toller war aber ihre Erläuterung zu diesem Medikament: „Das ist eigentlich für Leute, die sich mit ihren Pickeln so ins soziale Aus geschossen haben, dass sie an Selbstmord denken.“ Ohne Umschweife sagt diese Frau, was Sache ist. Toll!
Auch gestern, als ich sie nach einigen Jahren (ich war aber die ganze Zeit über Fan) wieder aufsuchte. Ich wünschte mir, dass sie mir 3 Leberflecken aus dem Gesicht entfernt. Als ich danach frug, antwortete sie folgendes.
„Die brenn ich weg. Das sieht dann aus, als hätte jemand Zigarettenstummel in ihrem Gesicht ausgedrückt, nach 3-5 Tagen fällt die Kruste ab und dann heilt es ca. 4 Wochen. Kostet 100 Euro.“
„Hm, ich heirate im Dezember. Wollen wir das vielleicht dann nach der Hochzeit machen?“
„Hm..... Es kann sich natürlich entzünden, dann gibt es einen ekligen Abszess und sie müssen vielleicht ins Krankenhaus eingeliefert werden. Wissen Sie was? Man hat schon Pferde kotzen sehen: das machen wir lieber danach.“
Sie schüttelte mir die Hand und verabschiedete sich. Was für eine Frau!
Jetzt ist es so, dass eben diese Hautärztin in ihrem Wartezimmer eine Tafel hat, auf der sie ihre Angebote kommuniziert „Die Weihnachtsüberraschung: Botox.“ Und ich wäre zu gern mal dabei, wenn sie zu einer Botox-Kundin sagt: ‚Das wird auch höchste Zeit, dass sie was machen lassen. Aber machen Sie sich keine Illusionen: Botox kann das zwar mildern, aber nicht zaubern: ihre Scheissfrisur und ihre schiefe Nase gehen davon nicht weg.’
Was soll ich sagen? Ich bin Fan. Aber ich bin nicht blind vor Fansein und äußere auch Kritik: Die neue Sprechstundenhilfe ist alles andere ein Aushängeschild für gelungenes Gespritze im Dienste der Schönheit. Ihre Oberlippe wirkt so taub wie die Beine von Wolfgang Schäuble. Ihr Hirn ist dem Äußeren zufolge auch nicht sonderlich aktiv. Gelangweilt hängt sie an der Rezeption rum, blättert in der Gala und zieht von Zeit zu Zeit Versichertenkarten durch den Apparat. Aber auch diese Blitzbirne kann mich nicht vom Fansein abhalten. Weil ich mir ab jetzt immer vorstellen muss, wie meine Hautärztin ihrer Sprechstundenhilfe unverblümt sagt, wie kacke sie aussieht.
Der Grund, warum ich Fan dieser Ärztin bin, ist sehr einfach. Sie ist einer der direktesten Menschen, die ich kenne. Als mich vor einigen Jahren spätpubertäre Akne plagte, verschrieb sie mir ohne lange zu fackeln ein Medikament, das meine Haut einmal komplett auf links zog. Danach waren die Pickel weg. Das allein ist ja schon toll. Noch toller war aber ihre Erläuterung zu diesem Medikament: „Das ist eigentlich für Leute, die sich mit ihren Pickeln so ins soziale Aus geschossen haben, dass sie an Selbstmord denken.“ Ohne Umschweife sagt diese Frau, was Sache ist. Toll!
Auch gestern, als ich sie nach einigen Jahren (ich war aber die ganze Zeit über Fan) wieder aufsuchte. Ich wünschte mir, dass sie mir 3 Leberflecken aus dem Gesicht entfernt. Als ich danach frug, antwortete sie folgendes.
„Die brenn ich weg. Das sieht dann aus, als hätte jemand Zigarettenstummel in ihrem Gesicht ausgedrückt, nach 3-5 Tagen fällt die Kruste ab und dann heilt es ca. 4 Wochen. Kostet 100 Euro.“
„Hm, ich heirate im Dezember. Wollen wir das vielleicht dann nach der Hochzeit machen?“
„Hm..... Es kann sich natürlich entzünden, dann gibt es einen ekligen Abszess und sie müssen vielleicht ins Krankenhaus eingeliefert werden. Wissen Sie was? Man hat schon Pferde kotzen sehen: das machen wir lieber danach.“
Sie schüttelte mir die Hand und verabschiedete sich. Was für eine Frau!
Jetzt ist es so, dass eben diese Hautärztin in ihrem Wartezimmer eine Tafel hat, auf der sie ihre Angebote kommuniziert „Die Weihnachtsüberraschung: Botox.“ Und ich wäre zu gern mal dabei, wenn sie zu einer Botox-Kundin sagt: ‚Das wird auch höchste Zeit, dass sie was machen lassen. Aber machen Sie sich keine Illusionen: Botox kann das zwar mildern, aber nicht zaubern: ihre Scheissfrisur und ihre schiefe Nase gehen davon nicht weg.’
Was soll ich sagen? Ich bin Fan. Aber ich bin nicht blind vor Fansein und äußere auch Kritik: Die neue Sprechstundenhilfe ist alles andere ein Aushängeschild für gelungenes Gespritze im Dienste der Schönheit. Ihre Oberlippe wirkt so taub wie die Beine von Wolfgang Schäuble. Ihr Hirn ist dem Äußeren zufolge auch nicht sonderlich aktiv. Gelangweilt hängt sie an der Rezeption rum, blättert in der Gala und zieht von Zeit zu Zeit Versichertenkarten durch den Apparat. Aber auch diese Blitzbirne kann mich nicht vom Fansein abhalten. Weil ich mir ab jetzt immer vorstellen muss, wie meine Hautärztin ihrer Sprechstundenhilfe unverblümt sagt, wie kacke sie aussieht.
inFemme - 11. Nov, 11:11



Ich hatte nämlich auch mal einen Abszess. Der saß am Gluteus Maximus, und der saß da ziemlich lange. Dumm war, dass ich selbst auf diesem Teil auch saß, denn dieser Maximus lässt sich volkstümlich ja mit "Arschbacke" bezeichnen. Zuerst hat sichs eigentlich nur wie ein unangenehmes Hubbelchen angefühlt, verursacht wahrscheinlich durch erhöhten Schweißfluss beim Sport, in Verbindung mit einer sich entzündenden Haarwurzel. Weil manche Menschen haben halt auch am Arsch Haare.
Nach einigen Tagen ist das Hubbelchen aber größer geworden. Um nicht zu sagen: Viel größer. Damit einher ging eine ebenfalls stetig sich steigernde Schmerzintensität, bis ich irgendwann weder sitzen noch liegen noch gehen konnte. In diesem Zustand hab ich mich dann doch mal zum Arzt geschleppt. Kein Dermatologe, sondern ein ambulanter Operateur.
Der Mann hat angesichts des mittlerweile die Größe einer halbierten Pflaume erreicht habenden Gewächses auf meinem Hinterteil erst die Hände vorm Gesicht zusammengeschlagen und mich dann sofort dabehalten, um diese Leibesfrucht nach alter Väter Sitte aufzuschneiden. Wer jemals was gelesen hat über die Pestärzte des Mittelalters, der kann sich vorstellen, was dann kam.
Die letzten Worte von ihm, an die ich mich erinnern kann, bevor ich vor Schmerzen in Ohmacht gefallen bin, waren "Oh Gott, ist da ein Haufen Eiter drin!"
Ach so, ja: Ganz fabelhafte Geschichte.
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