Everything is leider new - Jack Penate für die Szene Hamburg

Jack Peñate
Everything Is New
XL Recordings / Beggars Group / Indigo
VÖ: 26. Juni
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Die heiße Sonne strahlt uns auf den Bauch. Wir stehen an einer Straße in Rio und wedeln mißmutig mit einem kleinen Fähnchen herum. „Everything is New“ steht drauf. Eigentlich wollten wir aber gar nichts Neues, zumindest nicht von Jack Peñate. Sein Debüt „Matinee“ hat uns nämlich gut gefallen. Es war ausgelassen und aufgekratzt. Es hat Traurige fröhlich und Fröhliche noch fröhlicher gemacht. Das wollten wir nochmal. Stattdessen präsentiert uns Jack Peñate sein neues Album wie einen lateinamerikanischen Karnevalsumzug: Samba statt Schrammelgitarre. Disco- statt Upbeats. Selbst mit Bläsern und Falsettgesang will er Stimmung machen. War es vielleicht falsch, einen Bombenstimmungsabklatsch von Matinee zu wollen? Hat sich Jack Peñate so unter Druck gesetzt gefühlt, dass die Samba sein letzten Ausweg war? Dann tuts mir von Herzen leid. Denn die besten Stücke von „Everything is New“ sind die melancholischsten „Every Glance“ und „Body Down“. Hätten wir Jack Peñate mal lieber freie Bahn mit seiner schlechten Laune gelassen. Dann hätten wir statt nur zweien wahrscheinlich neun gute Lieder auf dem Album uns müssten nicht mit ansehen, wie er mit einem weichen Partyhut und einer lahmen Tröte an uns vorbeizieht.
inFemme - 29. Jun, 10:56




