gute taten

Freitag, 22. Januar 2010

gute tat für schlechte menschen 34: freundlich gebeten statt gewaltvoll gedroht.

vor ein paar wochen parkte ich in einer nebenstrasse bei mir um die ecke. als ich tags darauf zu meinem auto zurückkam, hatte ich folgenden zettel an der windschutzscheibe:

Foto2

dazu muss man eigentlich gar nichts weiter sagen. oder kann es vielmehr gar nicht. ich war auf jeden fall erstmal sprachlos ob dieser wut und aggressivität. erst dachte ich: was für ein arschloch, ich park da so lange, bis der sich wirklich "was feines für meine dreckskarre ausgedacht hat", und dann verklage ich ihn (ich weiss nämlich, wer das war). dann dachte ich: warum aufs gleiche niveau begeben und mir die stimmung versauen lassen? denn ich habe keine lust, mit einer verbitterten hackfresse durchs leben zu marschieren und immer gleich allen auf die fresse hauen zu wollen. deshalb habe ich für die person, die mir den zettel ans auto geklemmt hat, ein höfliches schild geschrieben, laminiert und am betreffenden platz angebracht. Es geht nämlich auch freundlich, z.B. so:

Foto3

Freitag, 8. Januar 2010

gute tat 33: eine alte frau nach hause gebracht.

ich habe aus einem privaten grund ein gespaltenes verhältnis zu alten menschen.für diesen privaten grund bzw. diesen privaten menschen ist meine nächste gute tat.

eine alte dame steht mit vielen einkaufstüten an der ampel. schon von hinten sieht sie sehr verwirrt aus. sie hat nur latschen an, obwohl die strassen voller schneematsch sind. also, nehme ich mir ein herz, spreche sie an, schnappe mir ihre einkäufe sowie ihren arm und bringe sie in ihr altersheim. auf dem weg dorthin erzählt sie mir von ihrem bruder, auf den sie immer aufgepasst hat. mein kind erinnert sie an ihn. ich höre raus, dass ihr bruder nicht mehr lebt. das ist alles ziemlich traurig. trotzdem ist sie nicht niedergeschlagen, sondern freut sich über meine hilfe. und so viel überwindung, wie mich diese aktion gekostet hat, so sehr habe ich mich über ihre abschiedsworte gefreut:
dankeschön. so schnell kommt man zu einem schutzengel.
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Donnerstag, 24. Dezember 2009

gute tat 32: tickets für könig der löwen für arschlochkinder.

ja, die letzten monate ist hier nicht viel passiert. das bedeutet aber nicht, dass ich nichts gutes getan habe. zum beispiel das hier:

weihnachten nervt. die doofen kinder, die sich mit geschenken zuscheissen lassen, und beleidigt sind, wenn es nur vier statt fünf spielen für die ps3 geworden sind. für diese kinder habe ich weihnachten folgendermassen geschenkt:
der mann und ich schenken uns sowieso nichts. das kind hat auch nichts bekommen. die familie verzichtet auch schon seit jahren auf den stress. wir haben uns zeit geschenkt und gute laune. das war ein tolles fest. und unsere gute tat war, dass wir unserer putzfrau karten für könig der löwen geschenkt haben. sie wünscht sich schon so lange, dieses musical zu sehen, hat aber nie genug geld für die tickets. wir ja, wir haben schließlich niemandem sonst was geschenkt. und wie toll sie sich gefreut hat. das war so toll und super, eben der Sinn von Weihnachten (wenn man das ganze christliche schischi mal ausser acht lässt). das können sich die dicken undankbaren arschlochkinder ruhig mal hinter die ohren schreiben!
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Dienstag, 3. November 2009

gute tat 31: fahrrad aufstellen für proleten.

einer dieser jungen proleten, die im geiste ihre eier aufpusten, damit sie ihren komischen gang rechtfertigen, die auf die strasse rotzen, hinter jeden zweiten word digger sagen (wobei jedes zweite wort "weissuwasichmein" ist) und eben all sowas machen, worüber ich eigentlich mal schreiben sollte, kommt mir auf einem engen bürgersteig entgegen. schon von weitem erkenne ich wegen o.g. gang, zu welchem genre er gehört. er telefoniert, und er tut dies so wild, dass er das fahrrad, das an eine laterne angeschlossen ist, umreisst. es interessiert ihn einen scheiss.
ich so: ey, du pfeife. stell das mal wieder auf.
dann ich so weiter: oh mann, du redest gerade nicht, du denkst.

also dachte ich weiter, dass das was gutes für mein blog ist. also stelle ich das rad wieder auf, nicht ohne mir die hose einzusauen. meine gute tata für den dickeierspacken. bitteschön.
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Montag, 28. September 2009

gute tat 29: regelmäßig geld für die giftspritze

ich war einmal bei einem orthopäden. deren eine sprechstundenhilfe ging gar nicht. ich hatte die praxisgebühr nicht mit, woraufhin sie mich ankeifte, dass ich das geld dann sofort holen müsse (eine nette frau hat mir ausgeholfen).
viel schlimmer noch patzte sie eine alte, klapprige, arme frau an und zwang sie, die praxisgebühr zu bezahlen, weil sie ihren befreiungsschein von der krankenkasse noch nicht hatte. böse worte schossen aus ihr heraus wie schwachsinn aus roland koch.
für diese böse giftspritze reicht nicht eine gute tat. das würde bei der negativen energie, die diese junge frau verbreitet, nicht ausreichen. deshalb ernenne ich sie hiermit zur patin meiner permanenten guten tat. denn eigentlich jedes mal, wenn ich im supermarkt um die ecke einkaufe, erhält der verkäufer der hinz und kunzt einen kleinen betrag von mir. jedes mal, wenn ich ihm einen euro gebe, werde ich von nun an an die giftspritze denken (und es juckt mir bild-zeitungs-mäßig in den fingern, hier ihren namen aufzuschreiben, was ich natürlich nicht mache) und ihr ramponiertes karmakonto ein wenig aufpolieren.

gute tat 28: hinweis für harry carstensen

dass der cdu-poltergeist aus schleswig-holstein nicht nur laut, sondern auch ziemlich dumm ist, weiss jedes kind.
dass er erst lügt (z.b. hsh nordbank), trotzdem nicht zurücktritt, für seine partei ein katastrophales ergebnis erzielt und sich dann, bevor überhaupt sicher ist, dass es mit ihm als chef weitergeht, mit dicken eiern und lauter stimme als wahlsieger feiern lässt, schlägt dem fass den boden aus. was für ein idiot.
er hat mit meiner guten tat nichts zu tun, aber trozdem ist sie für ihn. passt auch, weil es um geld geht und er das nie getan hätte:
ich habe eine verkäuferin darauf aufmerksam gemacht, dass sie mir zu wenig abgezogen hat. das fand ich ganz schön nett von mir. sie war lethargisch, sehr cool und antwortete nur so: "hm. dann sinds 13,50."
also könnte ich eigentlich auch für harry carstensen UND die verkäuferin machen. mach ich auch. so.
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Mittwoch, 23. September 2009

gute tat 27: neue bollerwagen für hirnlose vollärsche

ich könnte echt kotzen. dass mich die randale beim schanzenfest nervt, ist ja nichts neues. aber so lange die sich gegenseitig die köpfe einhauen oder anzünden und ich nur am nächsten tag aufpassen muss, nicht durch scherben zu fahren, sollen sie ruhig machen.
beim letzten schanzenfest, der bewährungsprobe für die polizei, schien ja auch erst alles gut zu gehen. bis dann eine horde dämlicher randalespacken erst die polizeiwache angegriffen hat, um sich dann aufs schanzenfest zurückzuziehen bzw. läden zu plündern. hallo? sind wir hier in der bronx?
diese verdammten "erlebnisorientierten jugendlichen" springen auf den linken zug auf, schreien ein paar antikapitalistische parolen mit, und springen beim apple-laden wieder ab, um noch schnell ein powerbook abzugreifen. ihr randalierwahn findet seinen zenit in der zerstörung vom spielzeug des jesus centers. die bollerwagen, skateboards und so waren für kinder in der schanze. die mitarbeiter des jesus center ziehen mit dem spielzeug über spielplätze und hinterhöfe, stellen es den kindern zur verfügung und beraten gleichzeitig die eltern in allen möglichen fragen (soziales, erziehung, behördengänge etc.).
für diese schwachsinnszerstörung sollten diesen armseligen asozialen arschgeigen sowohl von der polizei als auch vom schwarzen block ordentlich den arsch versohlt bekommen. aber das geht nicht mit meinem pazifistischen grundverständnis einher. was ich auch toll fänd, wäre, wenn jemand das haus ihrer eltern stürmt und ihr jugendzimmer kurz- und kleinhaut und dann ins von der mutti vorbereitete essen kotzt. aber das macht schlechtes karma. deshalb für diese schlechten menschen kinder die nächste gute tat: eine spende fürs jesus center, damit die neues spielzeug kaufen können.

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Beweisfoto.

Übrigens nervt der flora-sprecher blechschmidt wie die sau. was für ein superstar-gehabe! dieser salonbolschewist gibt der polizei doch sogar noch der schuld, wenn der herbst zu früh anfängt.

Montag, 10. August 2009

gute tat 26: geld für die unfreundlichkeit

wie es mich nervt, wenn ich in einem laden bin und der mensch vor mir ist unfreundlich. alle beschweren sich immer über schlechtes servicepersonal, aber was ist mit den serviceinanspruchnehmern? da sind so viele arschgeigen bei. sie schaffen es beim bäcker, an ihre tüte zu kommen, ohne hallo, ich hätte gern ..., vielen dank, tschüss..., ohne alles eben, was sich gehört. manchmal sprechen sie auch, dann aber entweder sehr leise oder sehr arrogant. auf jeden fall tragen sie nichts zur positiven stimmung im laden bei. und dann stehen alle in der schlange und ziehen einen flunsch, und die verkäuferin hat auch keine lust auf freundlich sein, weil das den blöden arschlöchern auf der anderen seite sowieso egal ist. für die doofen arschlöcher war ich heute nett in eben einer solchen schlange.
bei budni war es sehr voll und ganz vorn war eine junge mutter mit kinderwagen und einem ziemlich grossen einkauf. ihre ec-karte ging irgendwie nicht. die kassiererin war genervt, weil die ec-karte irgendwie nicht ging, das baby fing an zu weinen, die mutter nahm es auf den arm, dann fiel der kinderwagen mit dem ziemlich grossen einkauf um, die mutter stellte fest, dass sie kein handy mit hat, um ihren mann anzurufen (ihr seht es selbst, sie hatte keinen so guten tag). also bot ich ihr an, ihre sachen mitzubezahlen, wenn sie mir die summe danach überweist. gesagt getan. die kassiererin hat mich angeguckt, als hätte ich gerade geschafft, aus meinen haaren eine panflöte zu schnitzen.
die junge mutter wohnte um die ecke und bat mich mitzukommen, damit sie mir das geld gleich geben könne. auf dem weg dorthin ist der armen frau drei mal ihre tasche runtergefallen und ihr kind hat auch die ganze zeit geweint. hoffentlich ist ihr tag jetzt besser.

Sonntag, 26. Juli 2009

gute tat 25: schokolade für arschlochnachbarn.

jeder hatte schon mal arschlochnachbarn. bei mir waren es zum beispiel ein alki, der nachts anfing in sehr hohen tönen zu kreischen und immer lallend wie drohend in der wohnung stand, wenn ich den schlüssel draussen vergessen hatte abzuziehen. oder der blockwart, wie wir ihn nannten. inzwischen wurde er ausgentrifiziert und tut mir ein bisschen leid, aber als er hier noch wohnte, war er scheisse und er überall gelauert und spioniert, in welche tonne wir welchen müll getan haben und so weiter. es gibt sogar nachbarn, die tatsächlich mit besenstielen an die decke hauen und einem das jugendamt auf den hals hetzen, weil sie sich von normalen kinderlärm gestört fühlen. letztere sind schlimme arschlöcher, die ihr leben lang fusspilz und kröpfe haben sollen. für die ich etwas nettes machen sollte.

also los: wir haben zum glück ganz entzückende nachbarn. alle haben sich über unser baby gefreut und würden sich nie im leben beschweren. sie bieten immer ihre hilfe an und wür dürfen im stockwerk unter uns unseren kinderwagen stehen lassen, so dass wir ihn nicht immer die treppe hochschleppen müssen. dafür sage ich regelmäßig dankeschön, so wie heute. dann stelle ich ihnen schokolade vor die tür. heute habe ich das für alle menschen gemacht, die nicht nett zu ihren nachbarn sind. bitteschön.

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ziemlich dunkel. aber ist die schokolade ja auch.

Und wo wir gerade dabei sind: Hier ein Gedicht, das ich einst für meinen Nachbarn geschrieben habe (am Ende ist es wahrheitsmäßig etwas mit mir durchgegangen)

Der Schlüssel zum Glück
Es huscht wie ein Gespenst umher,
in unsrem Haus ein alter Herr.
Viel fieser als die Gruselgeister,
ist er, der schreckensvolle Meister.

Ertönt ein Laut im Treppenhaus,
schießt er aus seiner Wohnung raus
und schimpft gleich mal pro forma los.
Ihm zu entkommen? Aussichtslos.

Sein Fenster ist TV-Programm
Am liebsten guckt er „Parkplatz“ an.
Und wer den falschen Stellplatz wählt
wird ohne Warnung angebellt.

Und denken wir, es geht nicht schlimmer,
beim Meister mit dem Astra-Glimmer,
beginnt sie erst, die Terror-Kür:
und seine Frau steht vor der Tür.

Das böse Wohnhaus-Urgestein,
stürmt hemmungslos bei uns hinein.
Sie testet Essen und Parfüm,
davon wird sie ganz ungestüm.

Begeistert ist sie vom Parkett
Fachmännisch testet sie das Bett.
Und weil’s ihr bei uns gut gefällt
Sie gleich nach einem Schlüssel bellt.

Seitdem die Zwei den Schlüssel haben,
da steigen unsere Stromausgaben.
Das Paar hat sich ganz ungeniert
in unserer Wohnung einquartiert.

Sie verwüsten die Küche, sie gucken fern
Sie feiern Parties und sie baden sehr gern.
Und wir müssen warten, bis es soweit ist,
das Ende unserer Kündigungsfrist.

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Montag, 6. Juli 2009

gute tat 24: fahrrad aufs dach für brennende mülltonnen

jedes jahr zum schanzenfest treffen sich "erlebnisorientierte jugendliche" (spiegel online) und ein paar "politisch motivierte" menschen, um randale zu machen. botschaften wie fick dich, hamburg oder scheiss bullen zeigen, dass die randalemacher genau so viel interesse an diskussionen haben wie ein halb leer getrunkene capri-sonne. die nerven mich. weil diese vollidioten mit steine schmeissen beschäftigt sind, habe ich an ihrer statt am sonntag morgen einer frau geholfen. im scherbenmeer der katerstimmung vom schanzenfest versuchte sie tatsächlich, allein ein fahrrad auf den dachgepackträger ihres autos zu hieven. aber ohne mich! naja, also MIT mir. ich habe ihr geholfen. kleine gute tat, aber für die frau war der sonntag so garantiert angenehmer, sonst hätte sie da nämlich noch bis zum weltspiegel gestanden.

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scherben bringen glück. hunden auch?
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